Prinzhorn Sammlung Sammlung Prinzhorn

Die Sammlung Prinzhorn vereint Kunst, die Menschen mit psychischen Ausnahme-Erfahrungen in psychiatrischen Anstalten im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus geschaffen haben
Der bekannte historische Bestand der Sammlung Prinzhorn umfasst ca. 8000 Zeichnungen, Aquarelle, Gemälde, Skulpturen, Textilien und Texte, die Insass*innen psychiatrischer Anstalten zwischen 1840 und 1945 geschaffen haben. Zusammengetragen wurde dieser einzigartige Fundus hauptsächlich von Hans Prinzhorn (1886–1933) während seiner Zeit als Assistenzarzt an der Psychiatrischen Klinik der Universität Heidelberg.
Gemeinsam mit dem damaligen Klinikleiter Karl Wilmanns richtete Prinzhorn zwischen 1919 und 1921 Schreiben an Psychiatrien, in denen er um künstlerische Patientenwerke bittet. Auf dieser Grundlage publizierte Prinzhorn die besonders in Künstler*innenkreisen vielbeachtete Studie „Bildnerei der Geisteskranken.“ In der NS-Zeit als „pathologisches Vergleichsmaterial“ missbraucht und anschliessend in Vergessenheit geraten, wurde die Sammlung 1963 von Harald Szeemann wiederentdeckt. Es folgten nationale und internationale Ausstellungen, die die Sammlung erneut bekannt machten.
Seit den 1980er Jahren wächst die Sammlung erneut durch Kunst von Psychiatrie-Erfahrenen. Heute umfasst sie 40.000 Werke undist seit 2001 in einem umgebauten Hörsaal auf dem Gelände des alten Universitätsklinikums untergebracht. Mit thematischen Ausstellungen setzt sich das Museum zum Ziel, zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen und der Inklusion von Betroffenen beizutragen.
Weitere Informationen
Table
Öffnungszeiten | Mo geschlossen Di, Do - So von 11:00 bis 17:00 Uhr Mi von 11:00 bis 20:00 Uhr, an geöffneten Feiertage bis 17:00 Uhr |
Eintrittspreise | Regulär: 10 Euro Ermäßigt: 7 Euro |
Führungen | öffentliche und (nach Absprache) private Führungen |
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln | Haltestelle Altes Hallenbad |
Parkmöglichkeiten | Parkhaus P 15 |
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