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Forschung & Lehre Kooperation

heiCOLLECTIONS Initiative

Die Initiative ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universitätsbibliothek, des Prorektorats für Innovation und Transfer (im Rahmen des Projekts heiCOLLECTIONS) und der Flagship-Initiative „Transforming Cultural Heritage“ (FI TCH). Ziel ist die systematische Digitalisierung der Sammlungen der Universität Heidelberg, die Erweiterung des bestehenden Online-Portals sowie die Entwicklung innovativer Vermittlungs- und Transferformate

Im Mittelpunkt steht der Aufbau einer offenen, nachhaltigen Forschungs- und Lehrinfrastruktur, die den Zugang zu den universitären Sammlungen erheblich erweitert. Neben der digitalen Erfassung von Sammlungsobjekten werden auch historische Eingangs- und Inventarbücher nach DFG-Standards digitalisiert und über das Modul heiCOLLECTIONS-Documents zugänglich gemacht. Das zentrale Portal heiCOLLECTIONS bündelt künftig sämtliche digitale Ressourcen, Objekte, Dokumente, Suchfunktionen und die Website „Sammlungen und Museen“, unter einer einheitlichen, benutzerfreundlichen Oberfläche.

Ein zentrales Element des Projekts ist die Entwicklung und Umsetzung innovativer Transferformate, die den Zugang zu den universitären Sammlungen erweitern und eine Brücke zwischen Forschung, Öffentlichkeit und digitaler Vermittlung schlagen. Neben der geplanten interaktiven Medieninstallation „heiCOLLECTIONS im Audimax“, die physische und digitale Räume verknüpft und eine intuitive Erkundung der Sammlungen ermöglicht, werden weitere partizipative und dialogorientierte Formate realisiert, etwa in enger Kooperation mit dem Völkerkundemuseum der von Portheim-Stiftung. Dort werden bereits interaktive Formate und Vermittlungsstrategien erprobt, die Besuchende aktiv in den Austausch über das Sammlungsgut einbinden. Diese enge Zusammenarbeit stärkt den Transfer zwischen Universität, Museum und Stadtgesellschaft und ermöglicht eine nachhaltige Öffnung der Sammlungen über den akademischen Kontext hinaus.

Im Rahmen des Work Package 7 werden darüber hinaus innovative Lehr- und Forschungsformate pilotiert, in denen die digitalisierten Sammlungen aktiv in universitäre Lehre und Forschung eingebunden werden. Geplant sind Forschungslabs und Seminare, in denen Studierende, Forschende und externe Partner:innen an aktuellen Fragen und Debatten arbeiten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Forschungslabor für Studierende, in dem innovative und interdisziplinäre Formate zur Nutzung der Sammlungen in der Lehre ab dem Sommersemester 2026 erprobt werden. Dieses Labor wird in enger Zusammenarbeit mit dem Völkerkundemuseum entwickelt und bietet einen Raum, um neue methodische und theoretische Ansätze zu erforschen, die den verantwortungsvollen und reflexiven Umgang mit digitalen Sammlungen fördern.

Das Verbundprojekt wird zu einem großen Teil aus Mitteln der Exzellenzstrategie der Universität Heidelberg finanziert und setzt deren zentrale Ziele in konkreter Form um. Es stärkt die internationale Sichtbarkeit der universitären Sammlungen, fördert deren nachhaltige digitale Archivierung und ermöglicht ihre interdisziplinäre Nutzung in Forschung, Lehre und Wissenstransfer. Damit leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Profilbildung der Universität im Bereich der Digitalisierung, kulturellen Transformation und Wissenschaftskommunikation.

Als Partner sind unter anderem das Heidelberg Center for Cultural Heritage (HCCH), das Heidelberg Center for Digital Humanities (HCDH), das Centre for Asian and Transcultural Studies (CATS) sowie das Science Data Center for the Humanities (SDC) beteiligt.